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Hufkrankheiten

Jede Rehe wird nach 48 Stunden chronisch ...

Die Rehe wird grundsätzlich in drei verschiedenen Klassen eingeteilt:

Belastungsrehe:
wird ausgelöst durch viel Arbeit bei wenig Futter oder durch zu kurzes ausschneiden, ungewöhnlich hohe Belastung und hohe eineinseitige Belastung z.B. bei Verletzungen.

Geburtsrehe:
wird durch eine nicht komplett abgegangene Nachgeburt ausgelöst die dadurch entstehenden Bakterien lösen eine Vergiftung aus. Der Tierarzt sollte die Nachgeburt bis spätestens 1 ½ Std. nach der Geburt auf Vollständigkeit prüfen.

Futterrehe:
wird bei einer zu hohen Aufnahme von Energiefutter gefördert, z.B. wenn das Tier Boxenruhe verordnet bekommt und normal weiter gefüttert wird.

Bei jeder Rehe ist zu sagen, dass sie nach 48 Std. chronisch wird
und in einem späteren Stadium eine verbreiterte weiße Linie sowie divergierende Wandringe aufweist.
Gerade im Frühjahr werden durch die ersten Weidegänge meisten Fälle von Hufrehe gemeldet. Aber auch im Sommer und im Herbst sind Pferde, die schon einmal ein Reheschub hatten, anfällig.

Merkmale:
Trachtenfußung / Pulsation / Wendeschmerz / Wärme

Diagnostik:
starker Schmerz beim Abdrücken der Strahlspitze / Hinterhand wird unter den Bauch und Vorderhand weit nach vorne gestellt (Gewichtsverlagerung auf die Hinterhand)/ Röntgenbild

Behandlung:
Aderlass / Schmerzmittel / Blutverdünnung / Gipsverband

Sofortmaßnahmen:

1. Zehennägel ziehen, wenn es geht das Eisen entfernen
2. Eine Höherstellung der Trachten durch einen Holzkeil oder Mullbinden mit Tape.
3. Durch dünn Raspeln der Zehe den Druck aus der Hornkapsel nehmen .

Mit Hilfe der aktuellen Röntgenbilder und der Aussage des Tierarztes wird ein individueller Beschlag nach Abklingen der Symptome erstellt.

Was passiert eigentlich bei Hufrehe?

Der fest verzahnte Bereich der Wandlederhaut macht durch die Entzündung "auf" und durch Zug der tiefen Beugesehne rotiert das Hufbein nach unten.

Hufrehe tritt meist an der Vorderhand auf, kann aber nach OP´s auch an der Hinterhand auftreten.