Die Erhaltung oder Wiederherstellung der Hufform ist für den Hufschmied bei Ihrem Pferd das wichtigste, aber er braucht die Unterstützung der Besitzer und Pfleger, damit er dies auch umsetzen kann.
Hier einige Tipps:
- Halten Sie die Beschlagsperioden ein und kontrollieren Sie die Hufe ständig.
- Gerade in den wärmeren Perioden des Jahres sollten die Hufe regelmäßig gewaschen werden, da die Hornqualität spröde werden kann.
Anschließend die Hufe einfetten. Gerade das Saumband sollte nicht vernachlässigt werden da in diesen Bereich das neue Horn produziert wird.
- Vermeiden und beseitigen von Fäulnis. Die Einstreu sollte regelmäßig gewechselt werden und eine trockene Beschaffenheit aufweisen.
Vorhandene Strahlfäule von ihrem Schmied freischneiden lassen.
Sie können mit einem Stück Mullbinde durch die Strahlfurche hindurch fahren bis diese sauber ist und anschließend mit Jodoformgel, Jodoformäther, Dryfeet oder sonstigen Strahlmitteln behandeln. Normale Zahnpasta oder eine Rivanol Tablette helfen ebenfalls.
- Bei empfindlichen Pferden mit einer ebenso empfindlichen Sohle kann nach dem Freischneiden der Sohle durch den Hufschmied Holzteer auf die Sohle aufgetragen werden.
Dieses macht die Sohle härter, aber es ist darauf zu achten, dass die Sohle sauber ist, damit Bakterien kein neues zu Hause finden.
Der Strahl darf nicht mit Teer bestrichen werden da dieser elastische Aufgaben hat.
- Beim täglichen Auskratzen der Hufe, sollten Sie auf Steine in der weißen Linie achten, da diese durch Druck in der selbigen hoch wandern können und eine hohle Wand bilden
- Zusatzmittel bei schlechter Hornqualität wie Biotin sollten in das Futter beigegeben werden. Falls sie Angst haben sollten, dass Ihr Liebling dieses nicht mag, vorher einfach mal in der Stallgemeinschaft nachfragen oder bei Bekannten sich ein bisschen was geben lassen und bei Ihrem Pferd ausprobieren.
- Bei einem beschlagenden Pferd sollte auf einen festen Sitz der Eisen geachtet werden. So hat der Schmied auch genügend Zeit Ihr Pferd einzuplanen.
Kennen Sie das?
Wenn Sie ihr Pferd im Winter an den Beinen abspritzen wollen und es tanzt dann Tango?
Einem Hochleistungssportler würde man auch nicht nach getaner Arbeit bei Minustemperaturen die Beine abspritzen.
Nehmen Sie doch einfach warmes Wasser oder bürsten Sie die Gliedmaßen am nächsten morgen sauber. Ihr Pferd wird es Ihnen danken.
Trockenheit ist gerade bei anfälligen Hufen ein Thema.
Spröde Hornqualität fängt leicht an zu reißen. Häufiges Waschen und anschließendes Einfetten reichen da manchmal nicht aus. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Filzmanschetten( mit Lorbeersalbe eingerieben ) Abhilfe schaffen können. Sie massieren das Saumband und fördern die Durchblutung in diesen Bereich.
Lorbeersalbe fördert das Hornwachstum und wird mit Hilfe der Filzmanschetten in das Saumband einmassiert, genau dort, wo das Horn produziert wird.
Pferde, deren Einsatz über einen längeren Zeitraum nicht gewährleistet ist ( aus welchen Gründen auch immer ) sollte der Beschlag, wenn gewisse Gründe nicht dagegen sprechen, abgenommen werden, damit der Hufmechanismus 100% arbeitet und die Sohle nicht fühlig wird. Zudem wird die natürliche Feuchtigkeitsaufnahme nicht unterbrochen.
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